Zu der Ankündigung von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, eine breit angelegte Kampagne zum Thema Burnout und psychische Belastungen am Arbeitsplatz zu starten, erklärt Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für Arbeitnehmerrechte:
Nicht reden sondern handeln! Psychische Belastungen am Arbeitsplatz, das hat die Bundesarbeitsministerin richtig erkannt, sind zu einem großen Problem in der Arbeitswelt geworden. Und sie verursachen Milliarden Kosten in den Unternehmen. Im Ansatz liegt Frau von der Leyen also richtig. Die Ankündigungen sind aber zu wenig.
Allein mit Hilfe einer Kampagne wird sie das Problem nicht in den Griff bekommen. Was fehlt, sind klare gesetzliche Verordnungen, die das Arbeitsschutzgesetz in diesem Punkt konkretisieren. Was fehlt, sind technische Regelungen, die den Betrieben klare Vorgaben beim Umgang mit psychischen Belastungen am Arbeitsplatz an die Hand geben und die Aufsichtsdienste in die Lage versetzen, hier tätig zu werden. Und zum dritten brauchen wir konkrete Hilfestellungen für die Gefährdungsbeurteilungen, die innerhalb der Betriebe durchgeführt werden müssen. Auch hier müssen psychische Belastungen am Arbeitsplatz verbindlichen Eingang finden.



