Menschenkette mit 60.000 Atomkraft-GegnerInnen

Die Menschenkette war 45 Kilometer lang. 60.000 Menschen haben die Strecke zwischen dem Atomkraftwerk Neckarwestheim und der Regierungszentrale Villa Reitzenstein in Stuttgart mit einer beeindruckenden Menschenkette geschlossen. Wir haben damit gegen die Atompolitik der Landes- und Bundesregierung protestiert. Allein drei Busse sind aus Reutlingen gestartet, um den Protest auch bei der Kundgebung in Stuttgart nach der Menschenkette zu unterstützen.

 

Unter dem Motto "Atomausstieg in die Hand nehmen" wurde seit Wochen zur Menschenkette aufgerufen. Mehr Demonstrant_innen als erwartet sind gekommen, um ihrer Kritik an der Atompolitik mit Sprechchören, Plakaten und Fahnen Ausdruck zu geben.

 

Keiner hat es sich gewünscht, aber zeitgleich zeigt das Unglück in Japan deutlich, die Kernenergie ist und bleibt eine hochgefährliche und unbeherrschbare Technik. Japan hat ein unvorstellbares Leid erfahren und wird jetzt auch noch von den Folgen des Reaktorunglücks bedroht. Bei der Kundgebung in Stuttgart wurde an die Menschen in Japan gedacht. Die durchschaubare Kritik der Regierungsfraktionen, die AKW-Bewegung würde das Leid in Japan instrumentalisieren, ist unerträglich. Sie soll davon ablenken, dass verantwortliche Politik auf erneuerbare Energien setzen muss. Eine grundsätzliche Diskussion – in Deutschland und weltweit – zur Rolle der Kernenergie muss endlich beginnen.

Spendenkonto:

Kreissparkasse Reutlingen,

BLZ 640 500 00,

Konto-Nr. 44 891