Film über die Rebellinnen der Fordfabrik

Am Weltfrauentag hat die Grüne Jugend Tübingen den Film „We Want Sex“ (im Englischen „Made in Dagenham) gezeigt und mich zur Diskussion mit dem Kinopublikum eingeladen. Der Film ist genial – mitreißend und amüsant. Rita wandelt sich zur Anführerin von 178 Näherinnen einer Ford-Autofabrik. Trotz viel Gegenwind erkämpfen sich die Näherinnen 1968 das Recht, genauso entlohnt zu werden wie ihre 55.000 männlichen Kollegen. Der erste britische Frauen-Streik überraschte sie selbst, vor allem aber die Männerwelt.

 

Der Frauentag ist ein guter Anlass sich der 100-jährigen Geschichte der Frauenbewegung

bewusst zu werden und der verfilmte Frauen-Streik ist ein Teil davon. Emmeline Pankhurst gründete 1903 die „Women`s Social and Political Union“ – eine radikal-bürgerliche Frauenbewegung in Großbritannien. Clara Zetkin war 1910 die Begründerin des ersten Frauentags. Der Kampf galt dem Frauenwahlrecht. In den 1960er Jahren bekam die Frauenbewegung neuen Schwung. Ein Thema dabei waren die Frauen in den Fabriken – sie hatten nicht die gleichen Rechte, nicht den gleichen Lohn und nicht das gleiche Ansehen als die männlichen Kollegen. In dieser Zeit war der Frauen-Streik in den Ford-Werken und die Frauen waren erfolgreich. 1970 trat der „Equal Pay Act“ in Kraft. Der Film erinnert stark an 1968 und zugleich ist er aktuell – schließlich kämpfen Frauen noch immer überall auf der Welt für gleiche Löhne und Arbeitsbedingungen.

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