Frauen in der Pflege

Drei Viertel der Beschäftigten in der Pflege sind Frauen. Deshalb habe ich mich mit dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe zum Austausch über die Arbeitsbedingungen in der Frauendomäne getroffen. Zwar haben die Pflegerinnen einen guten Ruf und sie werden als wichtig erachtet, aber in den Arbeitsbedingungen – insbesondere bei den Löhnen – schlägt sich dies nicht nieder. Im pflegerischen Alltag erleben die Frauen steigende Anforderungen und tagtägliche Überlastung. Aus grüner Sicht ist das nicht akzeptabel.

 

Mit dem Treffen möchte ich mich über die schlechten Arbeitsbedingungen in der Pflege informieren. Die Belastungen für die Frauen sind vielfältig – gesundheitliche und psychische Belastung durch Schicht-, Nacht- und Wochenenddienste, Zeitdruck, fehlende Pausen, Mehrarbeit und Überstunden und zudem ist die Arbeit in der Pflege natürlich auch harte körperliche Arbeit. Vor allem aber zeigt die Lohnstruktur in der Pflege eine mittelbare Diskriminierung – gleichwertige Arbeit in Männerdomänen werden noch immer besser bezahlt. Angesichts von Fachkräftemangel im demografischen Wandel und dem Anspruch nach Entgeltgleichheit müssen die Arbeitsbedingungen von Frauen in der Pflege schleunigst in den Mittelpunkt der Politik gestellt werden. Frauen in der Pflege haben mehr verdient!

 

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