Gespräch mit den ver.di-Frauen Baden-Württemberg

Der Internationale Frauentag wird 100 Jahre alt – und ver.di wird am 19. März 10 Jahre und damit auch die Frauenquote, die in ver.di als einziger Gewerkschaft für alle Gremien und Führungspositionen gilt. Kurz vor dem Frauentag habe ich mit Manuela Rukawina (Vorsitzende der ver.di-Frauen in Baden-Württemberg), Giovanna Nikolosi und Gaby Frenzer-Wolf ein interessantes Gespräch über die aktuellen frauenpolitischen Themen geführt.

 

 

 

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die frauenpolitischen Kennzahlen in Baden-Württemberg. Mittlerweile arbeiten zwar drei Viertel der Frauen, aber häufig in Teilzeit oder in Minijobs. Über 70% sind im Niedriglohnbereich beschäftigt. Bei der Forderung der ver.di-Frauen, dass eine geschlechtergerechte Entgeltordnung im öffentlichen Dienst eingeführt wird, mauert das Land Baden-Württemberg als Arbeitgeber. Es verwundert also nicht, dass der Lohnabstand von Frauen in Baden-Württemberg mit 28,5 Prozent der höchste bundesweit ist. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ ist also nicht nur die Forderung in der Leiharbeit, sondern auch zwischen Frauen und Männer. Die Strukturen aber sind beharrlich, auch an diesem Punkt sind gesetzliche Regelungen wohl unerlässlich. Daneben unterstützen wir weitere Forderungen der ver.di-Frauen, so beispielsweise bedarfsgerechte und qualifizierte Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für alle Kinder, flexible Arbeitszeitmodelle und die Eindämmung von Niedriglöhnen und prekärer Beschäftigung. Wir streiten gemeinsam für die Gleichstellung von Frauen!

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