Die Bundesregierung muss endlich den Boom der unwürdigen und prekären Beschäftigungsverhältnisse in der Leiharbeitsbranche stoppen. Die Beschäftigten müssen wieder im Mittelpunkt der Politik stehen. Sie brauchen gerechte Löhne, faire Arbeitsbedingungen und Sicherheit für ihre Lebensplanung. Deshalb unterstützt die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen den DGB-Aktionstag zur Leiharbeit.
Die Beschäftigten dürfen nicht weiter als variable Kosten und als Wettbewerbsvorteil missbraucht werden. Die sich ausweitende Zwei-Klassengesellschaft auf dem Arbeitsmarkt ist schädlich für alle Beschäftigten. Der Wettbewerb um die niedrigsten Löhne gefährdet aber auch die tariftreuen Betriebe, die ihre Beschäftigten fair und gerecht entlohnen wollen.
Seit einem Jahr kündigt die Bundesregierung an, den Missbrauch in der Leiharbeit verhindern zu wollen. Morgen endlich wird der Gesetzesentwurf in den Bundestag eingebracht. Er ist enttäuschend und verdient seinen Namen nicht, denn ein bisschen Missbrauchsbekämpfung reicht nicht aus. Es besteht grundsätzlicher Korrekturbedarf.
Schwarz-gelb bleibt ihrem Motto treu, dass sozial ist, was Arbeit schafft. Richtig ist aber: Sozial ist, was gute Arbeit schafft. Deshalb fordern wir Grünen eine umfassende Regulierung der Leiharbeit. Unsere Kernforderungen sind und bleiben: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, ein 10%iger Flexibilitätsbonus und ein echter Mindestlohn für verleihfreie Zeiten.



